Versandkostenfrei-Grenze clever erreichen
Die Grenze als Zahl, nicht als Zwang
„Versandkostenfrei ab 39,90 Euro“ steht in vielen Warenkörben, und die naheliegende Reaktion ist, schnell noch etwas hinzuzufügen, bis die Zahl erreicht ist. Klüger ist es, die Grenze als reine Rechenaufgabe zu behandeln, statt als Aufforderung zum Zukauf. Du legst zwei Hosen in den Warenkorb, kommst auf 34,50 Euro, und der Shop verlangt sonst 4,95 Euro Versand. Die Frage ist nicht, was du noch hinzufügen könntest, sondern ob es überhaupt etwas gibt, das du ohnehin brauchst und das die Lücke schließt.
Die Grenze für versandkostenfreie Lieferung lässt sich also entweder mit geplanten Käufen erreichen oder mit einem spontanen Zusatzartikel erkaufen, der am Ende mehr kostet als die vermiedene Gebühr.
Zuerst prüfen, was ohnehin auf der Liste steht
Bevor ein Artikel nur wegen der Versandkostenfrei-Grenze in den Warenkorb wandert, lohnt ein Blick auf die eigene Einkaufsliste oder Merkliste. Steht dort etwas, das zum selben Shop passt, lässt sich die Bestellung sinnvoll auffüllen, ohne Geld für etwas auszugeben, das sonst ungenutzt bliebe. Fehlt ein solcher Artikel, ist die Rechnung meist einfach: Lieber die Versandgebühr zahlen als einen Artikel kaufen, der nicht gebraucht wird.
Mehrere geplante Käufe bewusst bündeln
Wer weiß, dass in den nächsten Tagen ohnehin zwei oder drei Bestellungen beim selben Shop anfallen würden, kann sie zu einer zusammenfassen. Das spart eine Versandgebühr, und es kommen weniger Pakete an. Eine Wunschliste oder ein gespeicherter Warenkorb hilft dabei, Artikel zu sammeln, statt sie einzeln und zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu bestellen. Wie sich ein gespeicherter Warenkorb noch anders auszahlen kann, beschreibt der Artikel Warenkorb speichern und später kaufen: wann es Rabatt bringt.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Angenommen, dein Warenkorb bei einem Shop liegt bei 33,20 Euro, die Grenze für versandkostenfreie Lieferung bei 40 Euro. Die Versandgebühr würde sonst 4,95 Euro betragen. Um die Grenze zu erreichen, fehlen 6,80 Euro. Findest du in diesem Shop einen Artikel für 6,80 Euro oder mehr, den du in absehbarer Zeit ohnehin gekauft hättest, sinkt deine tatsächliche Ausgabe effektiv um die vermiedene Versandgebühr. Kaufst du stattdessen irgendetwas nur für den Differenzbetrag, zum Beispiel für 8 Euro, gibst du in Wahrheit 3,05 Euro mehr aus, als wenn du einfach die 4,95 Euro Versand bezahlt hättest.
Zwei kleine Bestellungen statt einer großen
Nicht immer lohnt sich das Zusammenlegen. Wenn zwei geplante Käufe zeitlich weit auseinanderliegen, etwa weil einer davon erst in einigen Wochen relevant wird, kann es sinnvoller sein, die Versandgebühr für die kleinere, dringendere Bestellung einfach zu zahlen, statt Ware auf Vorrat zu kaufen oder die zweite Bestellung unnötig vorzuziehen. Die vermiedene Versandgebühr ist kein Vorteil, wenn dafür Geld für einen Artikel ausgegeben wird, der eigentlich erst später gebraucht wird oder am Ende ungenutzt bleibt.
Grenzen bei mehreren Shops im Kopf behalten
- Die Versandkostenfrei-Grenze unterscheidet sich von Shop zu Shop deutlich, ein Vergleich lohnt sich vor allem bei größeren Bestellungen.
- Für bestimmte Warengruppen gelten bei manchen Shops eigene Versandregeln, etwa Zuschläge für sperrige Artikel, die auch oberhalb der Grenze anfallen.
- Bei manchen Händlern gelten für Kundenkonten oder Mitgliedschaften andere Versandbedingungen. Ein Blick darauf lohnt sich vor der Bestellung, meist stehen die Regeln in den Versandbedingungen oder im Kundenkonto.
Wie sich ein Gutscheincode auf die Grenze auswirkt
Ein Rabattcode senkt häufig die Zwischensumme, bevor die Versandkostenfrei-Grenze geprüft wird. Das kann bedeuten, dass ein Warenkorb, der ohne Code über der Grenze lag, nach Anwendung des Codes plötzlich wieder darunter fällt. Ob das bei einem bestimmten Shop so gehandhabt wird, zeigt sich meist erst, wenn der Code eingegeben und die Gesamtsumme neu berechnet wurde. Was insgesamt zu den Gesamtkosten einer Bestellung zählt, beschreibt ausführlicher der Artikel Gesamtkosten beim Online-Kauf berechnen.
Warum die Versandkosten allein nicht die ganze Rechnung sind
Neben der reinen Versandgebühr spielt auch die Lieferzeit eine Rolle. Manche Shops liefern eine versandkostenfreie Bestellung langsamer als eine mit bezahltem Express-Versand. Wer es eilig hat, zahlt unter Umständen lieber eine kleine Gebühr für schnellere Lieferung, statt Zeit zu verlieren, nur um die Versandkostenfrei-Grenze zu erreichen. Wie sich Lieferzeiten und Versandkosten insgesamt zueinander verhalten, erklärt der Artikel Lieferzeiten und Versandkosten beim Online-Einkauf verstehen.
Eine kurze Faustregel für den Warenkorb
Bevor du etwas nur wegen der Versandkostenfrei-Grenze hinzufügst, hilft eine einfache Frage: Hättest du diesen Artikel auch ohne die Grenze gekauft? Lautet die Antwort ja, ist das Auffüllen eine echte Ersparnis. Lautet sie nein, ist die vermiedene Versandgebühr in Wahrheit durch einen ungeplanten Kauf bezahlt worden. Aktuelle Gutscheincodes, die eine Bestellung zusätzlich günstiger machen können, findest du über die Gutschein-Übersicht von daily-coupons.info.
Häufige Fragen
Lohnt es sich, für kostenlosen Versand extra einen Artikel zu kaufen?
Nur dann, wenn du diesen Artikel ohnehin gebraucht hättest. Andernfalls gibst du meist mehr aus, als die Versandgebühr gekostet hätte.
Wirkt sich ein Rabattcode auf die Versandkostenfrei-Grenze aus?
Das hängt vom jeweiligen Shop ab. Bei manchen wird die Grenze anhand der Summe vor dem Code geprüft, bei anderen erst nach Abzug des Rabatts, was den Warenkorb wieder unter die Grenze drücken kann.
Ist es besser, zwei kleine Bestellungen zusammenzulegen oder getrennt zu lassen?
Das kommt auf den Zeitpunkt an, zu dem du die Artikel wirklich brauchst. Liegen beide Käufe zeitlich nah beieinander, spart eine gemeinsame Bestellung meist Versandkosten. Liegen sie weit auseinander, ist es oft sinnvoller, die kleinere Bestellung getrennt zu halten und die Versandgebühr zu zahlen.
Senkt ein Kundenkonto die Versandkostenfrei-Grenze dauerhaft?
Bei manchen Shops schon, insbesondere im Rahmen eines Treue- oder Mitgliedschaftsprogramms. Ob das für einen bestimmten Shop gilt, zeigt sich meist erst nach der Anmeldung oder in den Versandbedingungen der Seite.